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70 Jahre Dürr Dental – volle Innovationskraft punktgenau zur IDS
22.03.2011
Zwei kluge Köpfe in einer Kamera, zwei Vector-Handstücke für die Zahnerhaltung
Zur 34. Internationalen Dental-Schau (IDS) stellt Dürr Dental Innovationen in allen Unternehmensbereichen vor. Bei seiner Pressekonferenz am 22. März 2011 im Congress-Saal 1 der Koelnmesse konzentrierte sich der Spezialist für Produkte und Dienstleistungen rund um die zahnärztliche Praxis auf „Highlights in Bildgebung und Zahnerhaltung”. Das Interesse zog insbesondere das neue bildgebende System VistaCam iX auf sich, eine Kombination von Intraoral- und Fluoreszenzkamera für diagnostisch aussagekräftige Aufnahmen. Daneben überzeugte die Vector Methode dank eines erweiterten Equipments als universelles Konzept für die gesamte professionelle Prophylaxe.
Martin Dürrstein ließ es sich als Vorstandsvorsitzender der DÜRR DENTAL AG nicht nehmen, die anwesenden Fachpressejournalisten persönlich zu begrüßen. „Ich freue mich, heute auf 70 Jahre Unternehmenserfolg zurückblicken zu können, und schaue zuversichtlich in die Zukunft“, sagte er. „Sie könnte kaum schwungvoller beginnen als mit den Innovationen, die auf dieser Internationalen Dental-Schau vorgestellt werden.“
Er verwies insbesondere auf den nachhaltigen Erfolg der Speicherfolientechnik (VistaScan-Produktfamilie) und auf Neuheiten aus dem Bereich der Dürr System-Hygiene, wie zum Beispiel berührungslose Präparate- und Handtuchspender sowie eine spezielle Prophylaxekanüle. Anschließend leitete er zu den aktuellen Top-Innovationen in Bildgebung und Zahnerhaltung über.
Als Highlight stellte Frank Kiesele, Produktmanager Bildgebende Systeme, die neue VistaCam iX vor. Dabei handelt es sich um eine Kamera mit Wechselobjektiven: eines für intraorale Aufnahmen und ein zweites für Fluoreszenzdarstellungen. Pate standen bei der Entwicklung die erfolgreichen Systeme VistaCam und VistaProof, die nun in dem neuen System vereint sind. Die VistaCam iX wurde bereits mit dem „iF product design award 2011“ prämiert und ist
„red dot design award winner 2011“
Erwiesener Nutzen der Fluoreszenztechnologie
„Wir kennen die Kompaktkameras für Amateure und die Profisysteme für Spitzenfotografen“, betonte Kiesele. „Da die Kompaktklasse stets mit Kompromissen bei Belichtung, Tiefenschärfe und individuellen Einstellungsmöglichkeiten einhergeht, haben wir uns bei Dürr Dental für das Beste vom Besten entschieden – denn das ist es, was der Zahnarzt zur Unterstützung seiner Diagnose wirklich benötigt. Wo es um die Gesundheit seiner Patienten geht, verbieten sich nette Spielereien oder reine Marketing-Instrumente.“ Das Kameragehäuse könnte in Zukunft sogar weitere Funktionseinheiten aufnehmen – zum Beispiel neben den beiden Kameraobjektiven eine Polymerisationslampe.
Aktuell profitiert der Zahnarzt mit der VistaCam iX von aussagekräftigen Intraoralbildern und Fluoreszenzaufnahmen. Diese ermöglichen eine sichere Kariesdetektion, wenn sie mit einem leistungsfähigen digitalen System für das dentale Röntgen als komplementärem Verfahren kombiniert werden. „Hier geht der Trend weg vom CCD-Sensor und hin zur Speicherfolientechnik, wie wir am Erfolg des seit einem Jahr verfügbaren besonders kompakten und ergonomischen red dot design award winner 2011 VistaScan Mini Plus sehen“, stellte Kiesele fest.
Aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtete Dr. Anahita Jablonski-Momeni, Privatdozentin an der Universität Marburg, die Leistungsfähigkeit der Fluoreszenztechnologie in der Kariesdiagnostik. Sie hat im vergangenen Jahr eine prämierte Studie zu diesem Verfahren veröffentlicht1. Kernaussage: Die visuelle Inspektion der Zähne ist bei der Kariesdiagnostik unumgänglich, doch sollten – je nach Fragestellung – ergänzende Verfahren angewendet werden. Beim zahnärztlichen Röntgen ist zu bedenken, dass hierfür die Röntgenverordnung in ihrem Paragraph 23 eine so genannte „rechtfertigende Indikation“ fordert. Fluoreszenzkameras nutzen dagegen blau-violettes Licht, das als unbedenklich eingestuft wird. Die Reproduzierbarkeit speziell des VistaProof von Dürr Dental lag in der Studie im hohen Bereich, die diagnostische Güte des Verfahrens konnte als gut eingestuft werden. „Ein weiterer Vorteil dieser Fluoreszenzkamera liegt in der Visualisierung und digitalen Speicherung der Daten, die mit anderen Systemen nicht möglich sind“, strich Dr. Jablonski-Momeni heraus.
Diese in vitro-Ergebnisse bestätigen frühere Labor- und klinische Studien anderer Autoren. Eine weiter gehende klinische Untersuchung hat Dr. Jablonski-Momeni zusätzlich initiiert. Darin vergleicht sie die visuelle Kariesdiagnostik mit der elektrischen Widerstandsmessung.
Außer zur Kariesdiagnostik lässt sich die Fluoreszenzkamera, bzw. jetzt das kombinierte System VistaCam iX, zur Visualisierung von Plaque einsetzen – als patientenfreundliche Alternative zum Anfärbemittel. Was aber tun, wenn sich hier Probleme zeigen?
Ein System für alles: Parodontitis, Periimplantitis, Recall, PZR
Zur konsequenten Prävention gehört über die häusliche Mundpflege hinaus in der Regel die professionelle Prophylaxe in der Praxis. Als ursachengerichtetes und schmerzarmes Verfahren hat sich dabei die Vector Methode erwiesen.
„Das erfolgreiche und patentierte Prinzip der linearen Bewegung inklusive der Schwingungsumlenkung um 90 Grad im Kopf des Handstücks behalten wir in unserem neuen Vector System bei und vereinen es mit der klassischen Scaler-Technologie mit speziellen Spitzen“, erläuterte Dr. Frank Zimmermann, Produktmanager Zahnerhaltung. „So haben wir ein System entwickelt, das sich universell einsetzen lässt und als einziges beide Arten der Instrumentierung ermöglicht. So deckt es gleichermaßen alle relevanten Anwendungen in der Parodontitis- und Periimplantitisprävention, in professioneller Zahnreinigung und über den gesamten Recall ab.“
Fazit für die Praxis: ein unmittelbar erfahrbarer Nutzen
Mit den auf der IDS-Pressekonferenz vorgestellten Innovationen aus den Bereichen der Bildgebung und der Parodontalprophylaxe und therapie hat Dürr Dental in zwei Gebieten neue Systeme vorgestellt, die vieles gemeinsam haben: Beide erfüllen höchste ergonomische Ansprüche, und beide sind „two-in-one“-Systeme – auf der einen Seite ein Kameragehäuse mit zwei Wechselobjektiven, auf der anderen eine Basisstation mit zwei Handstücken. In beiden Fällen ergibt sich eine breitere Indikation, als die bewährten Vorgängermodelle sie bieten konnten, und damit ein unmittelbarer zusätzlicher Nutzen für den Zahnarzt und sein Team.
Literatur
1. Anahita Jablonski-Momeni, Helge M. Schipper, Simon M. Rosen, Vitus Stachniss, Klaus Pieper: Quantitative Erfassung der okklusalen Karies, teamwork J Cont Dent Educ 4/2010, S. 386-393
